Torna a tutti gli Eventi

mans


  • Palais Mamming Museum 6 Piazza Duomo Merano, Trentino-Alto Adige, 39012 Italy (mappa)

In der Ausstellung mans, Hände auf ladinisch, begegnen sich Lois und Anna Anvidalfarei in einem Dialog der Hände. Skulpturen, textile Objekte, Fotografi en und Videoarbeiten von Händen – einzeln oder im Paar – werden zu einer ebenso leisen, wie ergreifenden Refl exion über existentielle, emotionale, schöpferische und identitätsstiftende Fragen des menschlichen Seins.

Nella mostra mans, in ladino: mani, Lois e Anna Anvidalfarei si incontrano in un dialogo di mani. Sculture, oggetti tessili, fotografi e e video dedicati alle mani – singole o in coppia – divengono una silenziosa e toccante rifl essione su interrogativi esistenziali, emotivi, creativi e identitari dell‘esistenza umana.


mans

In der Ausstellung mans, Hände auf ladinisch, begegnen sich Lois und Anna Anvidalfarei in einem Dialog der Hände. Skulpturen, textile Objekte, Fotografien und Videoarbeiten von Händen – einzeln oder im Paar – werden zu einer ebenso leisen, wie ergreifenden Reflexion über existentielle, emotionale, schöpferische und identitätsstiftende Fragen des menschlichen Seins.

In Werken von Lois und von Anna Anvidalfarei wird die Hand zum Surrogat künstlerischen Schaffens. Als vertrauter Teil des Körpers begleitet sie den Künstler, schiebt sich zwischen Blick und Werk und vermag Gedachtes auszudrücken.

Die menschlichen Körper, in dieser Ausstellung die Hände, von Lois Anvidalfarei, zunächst in Gips geformt und anschließend in Bronze gegossen, berühren und bewegen durch ihre Unmittelbarkeit, ihre massive Präsenz und ihre ungeschützte Nacktheit. Sie lassen uns innehalten und führen an existenzielle Fragen des Seins heran. In ihnen erforscht der Künstler grundlegende Aspekte von Existenz, Verletzlichkeit und Menschsein.
Anna, die Tochter von Lois Anvidalfarei, tastet die Welt und ihr eigenes Sein ebenfalls über den Körper ab. In ihren jüngsten Arbeiten werden Körperteile, wie ihre Hände, Ort der Wahrnehmung und Erfahrung. Hände, die als Schauplatz paranoider Zustände erscheinen – hohl, verweigernd, in sich zurückgezogen, nicht wissend und überfordert, erscheinen in realistischen und zugleich verfremdeten, bisweilen surrealen Darstellungen als existenzielle Metaphern. Das Material oft Stoff: weich, wachsig, gepolstert, die Verarbeitung: genäht, durchbohrt und die Handhaltung verdichten sich zu einer vielschichtigen Darstellung menschlichen Seins und Handelns.

In mans, der sechsten Ausstellung mit intergenerationellem Schwerpunkt, kuratiert von Ursula Schnitzer, haben Anna und Lois Anvidalfarei mit ihren „Hand“-Arbeiten ein ortspezifisches Projekt entwickelt. Inmitten dieser Gips- und Bronzeskulpturen sowie der textilen Objekte und Schwarz-Weiss Fotografien wird der Betrachter Teil einer vielschichtigen Reflexion über den Mensch.

Lois Anvidalfarei (geboren 1962 in Abtei) ist Bildhauer und vor allem für seine Arbeiten in Bronze bekannt. Nach seiner Ausbildung an der Kunstschule in St. Ulrich studierte er an der Akademie der bildenden Künste in Wien. 1989 kehrte er nach Abtei zurück, wo er heute lebt und arbeitet. Zu seinen Werken zählen neben figuralen Plastiken und Zeichnungen auch eine Reihe gestalterischer Arbeiten in Sakralbauten. Neben zahlreichen Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen hat er auch mehrere Arbeiten im öffentlichen Raum geschaffen, darunter Fassade der Hoffnung an der Georgskapelle im Alten Landhaus Innsbruck, 2009, Hommage an Friedrich Gulda am Friedrich-Guldapark in Wien, 2011, Tor im Museum Ladin in St. Martin in Thurn, 2024, Geköpft am Franz-Reinisch-Platz in Hall und Signum am Merch-Dapunt-Platz in Abtei, 2025.

Anna Anvidalfarei (geboren 1996) aufgewachsen in Abtei. Sie besuchte die Kunstschule Cademia in St. Ulrich, studierte dann an der Akademie der bildenden Künste in Wien, wo sie 2025 mit ihrem Diplom Der Faltenraum abschloss. 2023 erhielt sie das Sophie-Fohn-Stipendium, 2024 den Förderpreis der Raiffeisen Kunstsammlung, 2025 das Max Ernst Stipendium, wo sie im Max Ernst Museum ihre erste Einzelausstellung Angesichts der Leiblichkeit eröffnete. Im gleichen Jahr eröffnete die Einzelausstellung Selbstgenügsame Orte des Sinns im Kunstforum Unterland. 2026 erhielt sie das Start-Stipendium für bildende Kunst. Zu ihren Ausstellungsbeteiligungen zählt die Gruppenausstellung Göttinnen im Mamuz Museum (2025-2026). Sie lebt und arbeitet in Wien.

Indietro
Indietro
16 maggio

Il peso della fragilità